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 EPIC16.01.2002  

Die EPIC-Card mit ihren Modulen

Wenn man alte "Simmer" fragt, was sie zur Kommunikation zwischen ihrem Simulator und ihrem Computer verwenden, wird man nur eines hören: EPIC

Was ist EPIC
Aus welchen Modulen besteht EPIC
Die Programmierung der EPIC-Card


Was ist EPIC

Die EPIC-Card oder besser gesagt, die EPIC-Module sind in der Tat das Beste, was sich ein Simulatorbauer zur Ansteuerung einsetzen kann. Viele werden sich jetzt fragen - EPIC-Card, was ist das??? Die EPIC-Card ist die "Gold"-Card unter den Flusi-Platinen, Fans von Flugsimulatoren und Home-Build Cockpits bekommen bei dem Namen feuchte Augen (das mag auch am Preis liegen). Der Begriff EPIC-Card ist hier irreführend, besteht doch die "EPIC-Card" aus einer Vielzahl von Komponenten, welche in modularer Bauweise zusammen kombiniert werden können. Es gibt Module zur Ansteuerung von Lampen und Motoren (Autopilot, Warnleuchten etc.), Module für die Steuerung von Displays (für COM-, NAV-Frequenzen etc.), für Drehknöpfe und, und, und. Und was kostet dies? Für mich hat dies mit folgenden Modulen um die DM 2.000,- gekostet:

Die EPIC-Card wird in Europa über die Firma Micro Cockpit und in den USA über die Firma R&R Electronics vertrieben. Die Unterstützung, sowohl durch Thierry Magnan von Micro Cockpit als auch durch Ralph Robinson von R&R Electronics kann als sehr gut angesehen werden.


Aus welchen Modulen besteht EPIC

EPIC besteht neben der Grundplatine, welche über einen ISA-Slot in den PC eingesteckt wird, aus einer Reihe von externen Modulen, welche über den EPIC-Bus miteinander verbunden werden.

EPIC-Schaltbild


Folgende Grund- und Zusatzmodule gibt es:

First expansion modul
Ein Grundmodul von EPIC. An dieses Modul werden alle weiteren anderen Module angeschlossen. Das "First expansion modul" ist über ein spezielles Kabel mit der EPIC-Grundplatine im Rechner verbunden. An das "First expansion modul" werden auch die Joysticks etc. angeschlossen.

ABA modul
Das "ABA modul" stellt in der europäischen Version von EPIC das Herzstück dar. An dieses Modul können bis zu 4 sogenannter "64BTN module" angeschlossen sowie 16 analoge Kanäle bedient werden. Dieses Modul wird nicht direkt an den EPIC-Bus angeschlossen, sondern über zwei gesonderte Kabel mit dem "First expansion modul" verbunden.

64BTN modul
An dieses Modul können (für Faule) direkt 64 Tasten bzw. Kippschalter etc. angeschraubt und über die EPIC-Card identifiziert werden. Da die Software von EPIC jede Änderung eines angeschlossenen Schalters bemerkt und diese auch getrennt bearbeiten kann, genügt z.B. für normale Switches eine Leitung. Bis zu 4 "64BTN modules" können an das "ABA modul" (ist Voraussetzung dafür) angeschlossen werden. Somit können 256 Tasten etc. ausgewertet werden.

32-point output modul
Über dieses Modul, welches über den EPIC-Bus mit dem "First expansion modul" verbunden ist, können bis zu 32 digitale Ausgabekanäle geschaltet werden. D.h. hierüber können Lampen, Motoren und ähnliches ein- und ausgeschaltet werden. Die Kanäle können von 3V bis 50V benutzt werden. Bis zu 4 "Output module" können angeschlossen werden, somit stehen bis zu 128 Kanäle zur Verfügung.

Rotary modul
Über das "Rotary modul" können bis zu 20 Incrementalgeber und 4 optische Joysticks angeschlossen werden. Mit einem Incrementalgeber werden z.B. die Funkfrequenzen oder Angaben des Autopilots wie Höhe, Geschwindigkeit etc. gerastet.

Display modul
Über das "Display modul" können bis zu 32 7-Segment Displays angeschlossen und angesteuert werden. Mit diesen Displays können z.B. die eingestellten Frequenzen angezeigt werden. Da bis zu 4 "Display modules" an das "First expansion modul" angeschlossen werden können, ist die Ansteuerung von bis zu 128 Displays möglich.

Gauge modul
Über das "Gauge modul" können über Schrittmotoren Instrumente wie Altimeter, Triebwerksanzeigen etc. angesteuert werden. Hierbei können Schrittimpulse von 0 bis 255 an die Schrittmotoren weitergegeben werden.

FLCS- und TQS modification kit
Wer in der glücklichen Lage war, noch ein F-16 FLCS und TQS von Thrustmaster ergattert zu haben, der benötigt diese Kits. Mit diesen erfolgt die Ansteuerung und Programmierung der auf den Sticks befindlichen Knöpfen und Schalter direkt über die EPIC-Card und nicht mehr über das Programm von Thrustmaster. Somit kann alles "aus einer Hand" angesprochen werden. Der Einbau, zumindest des "FLCS modification kits", ist nichts für Leute mit "linken Händen". Der Stick muß komplett zerlegt, (fast) alle Kabel vom FLCS-Board gelöst und neu mit dem "Modification kit" verlötet werden. Mann, habe ich gesucht, bis mir klar wurde, daß auch der komplette Griff des FLCS zerlegt werden muß. Die Doku hierzu ist absolut schrecklich.

USB EPIC-Card
USB EPIC-Card
First expansion modul
First expansion/ABA modul
64BTN modul
64BTN modul
Rotary modul
Rotary modul
TQS modification kit
TQS modification kit
EPIC in the box
EPIC in the box ;-)


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